Reiseplanung USA Roadtrip: Kosten und Spartipps

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Von einem Roadtrip durch die USA träumen viele. Doch oft stellt sich schon weit vor der eigentlichen Planung die Fragen „Welche Kosten erwarten mich überhaupt? Kann ich mir das leisten? Und wo kann ich Kosten einsparen?“.

Diese Auflistung soll dir bei deiner eigenen Kostenplanung für deinen Amerika-Roadtrip behilflich sein.

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Natürlich muss man direkt sagen: Ein Amerika-Roadtrip ist nicht die günstigste aller möglichen Reisen, die man unternehmen kann. Aber ich habe ein paar Tricks und Tipps ausgearbeitet (und auch selbst angewendet), wie du deine Reisekosten minimieren kannst. Natürlich bleibt es dir selbst überlassen, wie viel du davon wirklich umsetzt – ein wenig Abenteuerlust gehört manchmal schon dazu. Obwohl ich auch der Meinung bin, dass dieses Abenteuer sich mehr als auszahlt, denn wie heißt es so schön? The best things in life are for free (oder hoffentlich nicht allzu teuer). 

Welche Reisekosten erwarten dich bei einem Roadtrip durch Amerika?

Man kann alle Kosten in folgende fünf Kategorien einteilen:

  1. Flug (Anreise / Flugkosten / Versicherungen)
  2. Mietwagen (PKW / Camper / Wohnmobil)
  3. Unterkünfte (Camping / Hotels / Hostels / Couchsurfing / Walmart-Parkplätze)
  4. Essen (Restaurants / Fast Food / Selbstversorgung im Supermarkt)
  5. Andere Ausgaben (Ausflüge / Eintrittsgelder / Treibstoff / Maut / Parkgebühren  / Trinkgelder)

Am Ende des Textes findest du meine eigene Reisekostenaufstellung für 23 Tage Amerika-Roadtrip aus dem Jahr 2015.


1.: FLUG

Flugkosten USA

Der Flug muss nicht zwangsläufig die größte Position auf der Reisekostenliste sein. Wer früh bucht, eine gewisse Flexibilität  aufweist (bei Reisedaten und Flughäfen) und Hauptreisezeiten vermeidet (beispielsweise Schulferien), kann mit richtigen Schnäppchen rechnen.

Was haben wir bezahlt?: Wir haben für einen Flug im August/September 2015 ca. 640 Euro für Hin- und Rückflug pro Person bezahlt. Abflug in Düsseldorf und Ankunft in Los Angeles. Zurück ging es auch wieder ab Los Angeles nach Düsseldorf (+Umstiege). Das ist natürlich nicht der günstigste Flug den man bekommen kann, aber immer noch ein guter Preis.

Wie du günstige Flüge findest: Wenn du zum Beispiel einen Roadtrip an der Westküste planst (die Flüge dorthin sind generell ein wenig teurer als die zur Ostküste Amerikas) kommen für dich vielleicht gleich mehrere Flughäfen in Betracht, zum Beispiel Las Vegas, Los Angeles und San Francisco. Es lohnt sich, ein wenig mit möglichen Reisedaten und Ankunftsflughäfen „herumzuspielen“, bis man ein Gefühl für die günstigste mögliche Kombination entwickelt. Ich benutze dafür immer gerne Skyscanner, weil ich dort die Variablen so flexibel einstellen kann. Hast du einen günstigen Flug gefunden, vergleiche den Preis zur Sicherheit ruhig noch einmal auf der Website der Airline – eventuell bekommst du ihn dort noch günstiger!

Bei einem wirklich unfassbar günstigem Angebot heißt es aber: Schlag zu! – Bevor es weg ist!

Spartipp: Bedenke aber auch, dass wenn du zwei unterschiedliche Flughäfen für Start und Ende deines Roadtrips wählst, du eventuell bei dem Mietwagenanbieter einen ordentlichen Aufschlag zahlen musst. Deswegen empfiehlt es sich, dass du dich möglichst für einen Flughafen entscheidest, von dem du deinen Roadtrip startest und an dem du ihn auch wieder beendest.

Vergiss nicht, dass eventuell auch Anreisekosten zu den Flughäfen auf dich zukommen, die in deiner Kalkulation nicht fehlen dürfen. Oft ist das kein besonders hoher Posten, aber wer knapp kalkuliert, sollte einfach versuchen an alles zu denken.

Auch wenn eine Reiserücktrittsversicherung einen Aufpreis bedeutet, lohnt sie sich bei Buchungen die weit im Voraus getätigt wurden. Nicht an der falschen Stelle sparen!


2.: MIETWAGEN

Mietwagen USA Kosten Jeep Cherokee

Der Preis des Mietwagens pro Person hängt natürlich in erster Linie erst einmal davon ab, welches Fahrzeug du wählst und mit wie vielen Personen du insgesamt reist (so fern man die Reisekosten auch gerecht untereinander aufteilt).

Jetzt kommt es wieder darauf an, schlau zu kalkulieren und alle möglichen Faktoren mit einzuberechnen. Möchtest du das Fahrzeug auch zum Schlafen benutzen? Das nimmt natürlich einen sehr positiven Einfluss auf die Höhe deiner Übernachtungskosten, da du weniger Hotels, Hostels, usw. benötigst.

Wohnmobile in Amerika sind leider auch nicht gerade günstig zu haben. Vor allem wenn man nur zu zweit reist (und auch ein wenig abenteuerlustig ist), sollte man es definitiv in Erwägung ziehen, statt eines Wohnmobils vielleicht nur einen mittelgroßen bis großen SUV zu mieten (der auch zwei Personen ausgestreckt ausreichend Platz zum Schlafen bietet) und zusätzlich ein Zelt in den USA zu erwerben (damit du nicht immer nur im Auto schlafen musst). Der Vorteil darin besteht auch, dass dein Auto immer noch sehr kompakt ist und du immer einen (im besten Fall kostenlosen) Parkplatz finden wirst. Zudem bist du damit unglaublich flexibel, was Übernachtungsmöglichkeiten angeht (mehr dazu in Punkt 3 – Unterkünfte).

Bei einer Reise zu Viert (oder mit mehr Personen) muss man dann einfach auch wieder verschiedene Konzepte durchgehen: Rechnet sich ein Wohnmobil mehr? Oder zwei Fahrzeuge und Zelte? Spiele die Möglichkeiten durch.

Wie war es auf unserem Roadtrip?: Wir haben uns auf unserem Roadtrip dafür entschieden, bei Alamo die Klasse Midsize SUV zu buchen. Unserer Meinung nach war es ein Vorteil, dass wir uns nicht im Vorfeld für ein uns unbekanntes bestimmtes Fahrzeug entscheiden mussten, sondern bei Ankunft in unserer Klasse frei zwischen verschiedenen Autos wählen konnten. So hatten wir genug Zeit die verschiedenen „Kandidaten“ auf das Kriterium, welches uns besonders wichtig war zu testen: nämlich eben ob wir beide darin auch schlafend Platz haben (mit unserem Gepäck). Dafür muss auch die Rückbank im 90 Grad Winkel umklappbar sein, was durchaus nicht alle Fahrzeuge bieten und was sehr schwer im Vorfeld zu recherchieren ist. Letztendlich ist es dann ein Jeep Cherokee geworden (nicht zu verwechseln mit dem Jeep Grand Cherokee, der noch einmal eine Nummer größer ist).

Der Preis für 23 Tage betrug ca. 800 Euro. Pro Person waren das also ca. 400 Euro. 

Noch ein Tipp: Du solltest dein Fahrzeug auf jeden Fall vorab von Deutschland aus buchen!

So hast du einen viel besseren Überblick über deinen Versicherungsschutz, als wenn du vor Ort buchst (daran solltest du auf gar keinen Fall sparen!!!). In den meisten Fällen dürfte es auch wesentlich günstiger sein.

Selbst bei der Abholung des bereits vorgebuchten Wagens werden die Vermieter noch versuchen, dir zusätzliche (aber unnötige) Versicherungen aufzuschwatzen. Hast du vorher auf einen guten Versicherungsschutz geachtet, wirst du so etwas aber auf keinen Fall brauchen – es sind dann nur weitere überflüssige Kosten, die du vermeiden kannst.


3.: UNTERKUNFT

Unterkunft Kosten USA Roadtrip Camping

Auch bei der Unterkunft hängt es natürlich ganz von dir und deinen Wünschen ab, wie viel Geld du investieren musst.

Hotels / Hostels

Hotels und Hostels sind natürlich die komfortabelste Variante der Unterkunft während eines Roadtrips. Aber sie reißen auch ein gutes Loch in die Kasse. Auf jeden Fall solltest du vorher schon grob recherchieren, wie viel die Zimmer, in den jeweiligen Städten/Orten die du anfahren willst, kosten. Selbst wenn du in erster Linie gar nicht vorhast, in Hotels/Hostels unterzukommen, bleibt dies eventuell während einer spontanen Reiseplanung nicht aus. Da kann es nicht schaden, sich schon vorher ein Bild davon gemacht zu haben, was einen preislich erwartet. Tatsächlich können die Preise in den USA stark von Stadt zu Stadt variieren – während beispielsweise San Francisco erschreckend teuer ist, ist Las Vegas unheimlich günstig was die Zimmerpreise angeht.

Spartipp: Bei spontanen Buchungen (während des Roadtrips) empfiehlt es sich, die Buchung nach Möglichkeit in die Abendstunden zu verlegen, weil die Zimmer dann hin und wieder günstiger angeboten werden. Wissenswert ist auch, dass Hotelzimmer an Wochenenden meistens teurer sind als unter der Woche (besonders in Las Vegas). Es lohnt sich also vielleicht, die Roadtrip-Route dementsprechend anzupassen. Hotelsuchmaschinen können sich lohnen, um schnell die günstigste Möglichkeit zu finden (und die dazugehörigen Apps – damit es auch mobil unterwegs klappt). Auch bei Airbnb kann es sich lohnen vorbeizuschauen.

Camping

Camping in den USA kann unheimlich günstig sein! Vor allem die National Parks bieten mehr als nur faire Preise für 10-20 $ pro Nacht und zugewiesener Campingfläche. Der Preis gilt für bis zu 6 Personen – ist also dann pro Kopf kaum noch der Rede wert! Natürlich gibt es außerhalb der Nationalparks auch wesentlich teurere, da private, Campingplätze – einige besondere Plätze nehmen teilweise mehr Geld als so manches Hotel, deswegen gilt auch hier im Vorfeld eine gute Recherche zu betreiben und schon einige Adressen entlang der groben Route zu notieren. Natürlich kosten die National Parks zusätzlich noch Eintrittsgelder – hier kann sich der Annual Pass rechnen, für den du einmalig aktuell 80 $ (Stand 2017) zahlen musst, dafür aber damit alle National Parks besuchen darfst. Meistens lohnt sich der Annual Pass schon ab einem Besuch von drei bis vier National Parks.

Geheimtipp: Walmart

Ja, du hast richtig gelesen, auch Walmarts bieten zum Teil eine Möglichkeit der Übernachtung. Natürlich nicht in den Märkten selbst, sondern auf den Parkplätzen. Vorausgesetzt natürlich, dass du ein Fahrzeug hast, in dem du übernachten kannst. Das ist aber trotzdem wohl eher ein Tipp für die besonders Abenteuerlustigen und Wagemutigen.

  • Eine Liste von Walmarts, (viele mit Rezensionen vergangener Parkplatz-Schläfer) findest du hier. (Sortiert nach Bundesstaat)
  • Eine Liste von Walmarts, die eine Übernachtung NICHT erlauben, ebenfalls sortiert nach Bundesstaat, findest du hier.

Natürlich besteht auch die Möglichkeit, die Mitarbeiter im jeweiligen Walmart zu fragen, ob sie eine Übernachtung auf dem Parkplatz erlauben.

Wir haben während unseres Roadtrips diese Möglichkeit wesentlich häufiger genutzt als ursprünglich geplant, weil man einen Walmart fast überall findet und es dazu noch kostenlos ist! Du wirst überrascht sein: auf den meisten Parkplätzen, die Übernachtungen zulassen, wirst du nicht der/die Einzige sein, der/die diese Möglichkeit nutzt.

Couchsurfing

Couchsurfing ist natürlich ebenfalls eine kostenlose Möglichkeit zu übernachten. Dabei sollte man aber auf jeden Fall einkalkulieren, dass es in großen Städten und kurzfristig nicht immer einfach ist, eine Couch zu finden. Außerdem bist du dann Gast, also solltest du deinem Gastgeber auch etwas zurückgeben (Gesellschaft, gemeinsames Essen) und ihn nicht einfach nur als kostenlosen Schlafplatz missbrauchen. Hast du dazu keine Lust, solltest du vielleicht doch eher über die anderen Möglichkeiten nachdenken. Auf der anderen Seite ist es natürlich eine tolle Möglichkeit, die amerikanische Kultur besser kennen zu lernen!


4.: ESSEN

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Nahrungsmittel sind in den USA in den meisten Fällen nicht gerade billig. Diesen Posten solltest du also nicht unterschätzen.

Restaurants

Natürlich kann man in den USA hervorragend essen gehen. Es gibt praktisch überall ausgezeichnete Restaurants die wahre Genusserlebnisse bieten. Aber das kostet natürlich auch. Für den Low-Budget-Reisenden sollten Restaurantbesuche also höchstens seltene Highlights sein und nicht der alltägliche Luxus.

Vergiss auch niemals, dass Trinkgeld (der sogenannte Tip) in den USA Pflicht ist – und das nicht zu knapp! Durchschnittlich sollte man zwischen 15-20% Trinkgeld auf die Rechnung schlagen.

Fast Food

Fast Food kann relativ günstig sein in den USA. Du musst dabei natürlich für dich entscheiden, wie viel du davon wirklich konsumieren möchtest! Das Angebot ist aber breit gefächert und nicht grundsätzlich immer nur ungesund. Trinkgeld wird hier nicht gegeben.

Selbstversorgung aus dem Supermarkt

Wenn du Camping in Betracht ziehst, bietet sich natürlich auch Selbstversorgung an. Ich persönlich liebe es in Supermärkten im Ausland die Auswahl zu erkunden. Dabei gilt es aber auch zu beachten, dass die Preise sich in den USA schon anders gestalten. Du solltest dir auch schon im Vorfeld ein paar einfache Camping-Gerichte überlegen, falls du damit wenig Erfahrung hast, damit du vor Ort nicht vollkommen vor den Kopf gestoßen bist und nicht weißt, wie du eine einfache Ernährung ohne Küche bewerkstelligen sollst. Eine kleine Camping-Kochausrüstung kannst du in jedem Walmart günstig erwerben. Die Investition rechnet sich schon nach ein paar Tagen.

Spartipp: Du kannst eine große Flasche (5 Gallon Water Bottle)kaufen, die sich in praktisch jedem Supermarkt an Automaten unglaublich günstig mit Wasser befüllen lässt. Das hat gleich zwei Vorteile: einerseits du sparst wirklich enorm viel Geld und du stellst auch sicher, dass du immer ausreichend Wasser dabei hast. Gerade im Westen der USA ist eine ausreichende Wasserversorgung überlebenswichtig! Umweltschonend ist es auch.

Tägliche Pauschale für Essen: ca. 35-50 $ pro Person


5.: ANDERE AUSGABEN

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Ausflüge / Eintrittsgelder

Auch bei den Ausflügen kommt es natürlich ganz darauf an welche Ansprüche du hast. Besuche in Filmstudios, Freizeitparks oder ähnlichem können ganz schön teuer werden. Wenn du nur über ein kleines Budget verfügst, versuche vorher abzuwägen wie wichtig solche Besuche für dich sind und ob du sie wirklich unbedingt machen musst. Manchmal gibt es kostengünstige bis kostenlose Alternativen, die dir viel mehr bieten als vielleicht eine Touristen-Tour durch ein Filmstudio oder ähnliches.

Spartipp: Es lohnt sich nach Coupons Ausschau zu halten. Entweder ganz klassisch in der Öffentlichkeit ausliegend oder bei Online-Anbietern wie beispielsweise Groupon. Außerdem kannst du auch bei vielen Aktivitäten nach Ermäßigungen fragen. Diese gelten besonders häufig für Senioren oder Studenten.

Treibstoff

Treibstoff für Fahrzeuge ist in den USA bekanntlich günstiger als bei uns in Deutschland. Trotzdem kannst du auch hier eine Menge Geld sparen, wenn du gut planst.

Die Preise für Treibstoffe variieren stark von Bundesstaat zu Bundesstaat. Informiere dich also auch schon vor deiner Reise über die aktuelle Preissituation.

Den aktuellen Durchschnittspreis (ganze USA) pro Gallone (= 3,78541 Liter) siehst du hier:

Während deiner Reise solltest du nicht immer nur tanken wenn der Tank leer ist, sondern immer dann wenn es günstig ist, egal wie voll oder leer der Tank gerade ist.

Spartipps: Auch wenn es in den USA üblich ist alles mit einer Kreditkarte zu bezahlen, kannst du eventuell manchmal ein wenig sparen, wenn du beim Tanken Cash (bar) bezahlst.

In sehr einsamen Gegenden mit geringer Bevölkerung aber hohem Tourismus kann tanken teurer als in Deutschland werden – bevor du solche Abschnitte ansteuerst, versuche noch einmal eine günstige Tankmöglichkeit zu finden. (Beispiel: Highway 1 von Los Angeles nach San Francisco)

Sparsam fahren senkt ebenfalls die Kosten!

Parkgebühren

Auch beim Parken gilt: es kann unfassbar teuer werden – aber wer schlau ist, kann sich auch sehr günstig durch den Roadtrip mogeln – und das natürlich auch noch legal. In den Städten wirst du überall große Parkplätze finden, wo du für eine hohe Gebühr parken kannst. Schlauer ist es, sich in den Wohngebieten umzuschauen, wo auch die Einheimischen ihre Autos abstellen. Dabei ist aber Vorsicht geboten: an einem Tag in der Woche kommt die Straßenreinigung, wer sein Fahrzeug dann dort stehen hat, muss mit empfindlichen Strafen rechnen (um die 70 $)! Und natürlich funktioniert das auch nicht immer und überall. Generell ist auch hier eine gute Vorbereitung die halbe Miete – informiere dich genau über die Parkvorschriften. Beachte die Beschilderung!

Unglaublich teure Parkplätze sind oft die an den Stränden. Den Rekordhalter, den wir während unserer Reise gesehen haben, war Paradise Cove Beach in Malibu – mit Parkgebühren zwischen 35 bis 50 $. Wir haben es aber erfolgreich während unseres Roadtrips geschafft,  teure Parkmöglichkeiten wie diese erfolgreich zu vermeiden.

Hilfreiche Links für die Parkplatzsuche (meistens kostenpflichtige Parkmöglichkeiten):

Maut

In Amerika gibt es hin und wieder auch Maut. Auch wenn wir auf unserem 4000 km weitem Roadtrip nur ein einziges Mal Maut zahlen mussten, solltest du dir trotzdem darüber bewusst sein, dass solche Kosten anfallen können.

Trinkgelder

Wo und wie viel?

Trinkgelder sind, wie in der Kategorie Restaurants bereits erwähnt, Pflicht. Überall gilt dabei der Richtwert 15-20 % des Gesamtbetrages. Besonders guter Service darf natürlich auch besonders entlohnt werden. Das gilt aber nicht für Restaurants, sondern auch für Hotelpagen, Friseure und andere Dienstleister, Parkplatzservice aber auch Taxis oder Shuttles.

Wo nicht?

Nur die Einpacker (Bagger) im Supermarkt bekommen kein Trinkgeld – es sei denn sie bringen dir den Einkauf bis zum Auto. Hotelrezeption-Personal und Tankwarte erwarten ebenfalls kein Trinkgeld. In Fast Food Restaurants (also überall wo du dein Essen selbst entgegen nimmst und es nicht von einem Kellner gebracht bekommst) entfallen Trinkgelder auch.

Sales Tax

Vergiss nicht, dass in Amerika die Sales Tax (vergleichbar mit der deutschen Umsatzsteuer) erst an der Kasse auf deine Waren gerechnet wird und dir auf Preisschildern immer nur der Nettopreis gezeigt wird – sonst erwartet dich an der Kasse eine böse Überraschung!

Bedenke auch, dass die Höhe der Sales Tax von Staat zu Staat unterschiedlich hoch ausfällt. Eine Übersicht findest du hier.


Außerdem?

USA Roadtrip Soundtrack

Dollarkurs

Natürlich wirkt sich auch der Dollarkurs auf deine Ausgaben aus. Leider entwickelt sich dieser in den letzten Jahren nicht zum Vorteil für deutsche Touristen. Den aktuellen Wechselkurs siehst du hier:

Notfallbudget

Trotz intensiver Vorbereitung wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht alles so laufen wie du es geplant hast. Deswegen plane immer einen Geldbeitrag ein, der dir hilft auch unerwartete Ausgaben zu stemmen!

Reisepass & ESTA

Bevor du in die USA einreist, benötigst du natürlich noch einen gültigen Reisepass – beantrage ihn rechtzeitig, eine Express-Beantragung ist viel teurer!

Die aktuellen Kosten für einen Reisepass kannst du hier einsehen.

Auch die Einreiseerlaubnis (ESTA) für die USA kostet Geld – dieser Betrag ist aber nicht besonders hoch (ca. 14 Dollar – Stand 2017). Über den aktuellen Betrag kannst du dich hier informieren.

Linktipps: Reise-Schnäppchenportale

Es lohnt sich auch, vor der Buchung der Reise immer mal wieder verschiedene Schnäppchenportale zu durchstöbern. Hier einige Vorschläge:


Was wir bezahlt haben

Uns  hat der Amerika Roadtrip zu zweit durch 4 Bundesstaaten (Kalifornien, Arizona, Nevada und Utah) insgesamt ziemlich genau 2.000 Euro pro Person gekostet – für 23 Tage (im August/September – Jahr 2015). In diesem Beitrag sind wirklich ALLE Kosten enthalten, vom Flug bis zur Briefmarke – also auch die bereits in diesem Artikel aufgeführten.

Durchschnittlich gesehen ist das pro Person/Tag ein Betrag von: 89,96 Dollar!

Wie sich unsere Kosten zusammen setzen

In den Städten Los Angeles, Las Vegas und San Francisco haben wir in Hostels und Hotels geschlafen. In den National Parks haben wir ausschließlich die offiziellen Campingplätze genutzt. Außerhalb von Städten und National Parks haben wir oft im Auto übernachtet – meistens auf Walmart-Parkplätzen.

Unsere Verpflegung bestand hauptsächlich aus selbst zubereiteter Camping-Küche, aber auch Fast Food zwischendurch in den Städten.

Man hätte es also noch günstiger hinbekommen können, wenn man sich die enormen Hotelkosten (um die 300-400 Dollar) gespart hätte. Aber ein wenig Luxus wollten wir uns dann doch gönnen. Amüsant ist aber der Fakt, dass das luxuriöseste Zimmer unserer Reise, nämlich in Las Vegas, am wenigsten gekostet hat – und wir es sogar sozusagen kostenlos bekommen haben, weil mein fabelhafter Freund die Hotelkosten durch Casino-Gewinne wieder reingespielt hat.


Fazit

Ich höre schon die Stimmen der Kritiker die sagen „Wenn man so krampfhaft spart, oder so wenig Geld hat – dann sollte man lieber gar nicht verreisen! Ich will von meinem Urlaub auch etwas haben!“. Aber darum geht es hier auch nicht. Ich bin selbstverständlich auch der Meinung, dass man ausreichend Geld dabei haben sollte – sonst entwickelt sich so eine Reise schnell zum Alptraum. Und man möchte sicherlich auch nicht ängstlich auf jeden Dollar schauen, den man ausgibt. Der Roadtrip soll schließlich auch Spaß machen!

Aber ich bin auch der Meinung, dass man auch mit einem geringeren Reisebudget eine unvergessliche Zeit haben kann! Und dass man nicht das Gefühl hat, auf etwas verzichten zu müssen – ganz im Gegenteil, manchmal eröffnet es einem auch neue Perspektiven! Für mich waren zum Beispiel die schönsten Übernachtungen nicht die im Hotel – es waren die im Zelt in der Wüste!

Die meisten von mir aufgeführten Tipps zur Kostenersparnis kann man auch schon vor seiner Reise genau auskundschaften und planen – dann muss man sich im Urlaub auch nicht mehr damit beschäftigen.

Selbstverständlich muss trotzdem jeder für sich entscheiden, wie viel Luxus – oder auch nicht – er während seiner Reisen benötigt. Wer aber das Abenteuer nicht scheut, wird unter meinen Tipps hoffentlich ein paar nützliche für den eigenen Roadtrip finden.

Generell empfehle ich eine gute Planung und ausgiebige Recherche im Vorfeld und viel Spontanität während der Reise. 🙂

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Habe ich einen wichtigen Kostenpunkt vergessen? Oder hast du noch einen unglaublichen Spartipp oder eine Frage? Dann lass es mich doch in den Kommentaren wissen!

 

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