Roadtrippin‘ America: Venice Beach & Santa Monica (Reisebericht)

Reisebericht Roadtrip USA Venice Beach Los Angeles Kalifornien

Reisebericht: Ein Tag in Venice Beach und Santa Monica, Los Angeles – der Start unseres dreiwöchigen Roadtrips!

Ankunft

Venice Beach sollte die erste Station auf unserer Reise sein. Das legendäre Venice Beach! Schon als Kind war mir dieser Name ein Begriff und ich verband ihn irgendwie mit Freiheit und Coolness – damals noch ohne genau zu wissen warum.

An einem Samstagabend kamen wir dort an. Im Nachhinein bereue ich diese Zeitplanung ein wenig, gerne wäre ich in das bereits tobende Nachtleben dort direkt eingetaucht, aber nach über 30 Stunden auf den Beinen war daran leider nicht mehr zu denken.

Venice Beach Pacific Avenue

Unser Hostel in Venice Beach

Das Hostel in Venice war die einzige Unterkunft, die wir im Vorfeld von Deutschland aus gebucht hatten. Danach sollte es nur noch spontan weitergehen.

Dementsprechend gespannt waren wir natürlich auch, was unsere erste Adresse in den USA für uns bereithalten sollte.

Die Wahl war auf das Samesun Backpacker Hostel gefallen. Es liegt ganz wunderbar direkt am Beachwalk, der berühmte Muscle Beach ist direkt nebenan, der mindestens genauso berühmte Skatepark liegt praktisch direkt vor der Haustür. Ich würde also mal behaupten, von der Lage kann man es in Venice Beach kaum besser treffen (natürlich unter der Voraussetzung, dass man es mag „mittendrin“ zu sein).

Samesun Backpacker Hostel Venice Beach
Unser Mehrbett-Zimmer

Wir hatten ein Vierbett-Zimmer gebucht, einerseits um etwas Geld zu sparen (denn so eine Lage lässt sich auch ein Hostel sehr gut bezahlen), andererseits wollten wir auch das Abenteuer und dazu gehört es, sich mal auf neue Situationen und Menschen einzulassen. Wir hatten tatsächlich auch in jeder der drei Nächte, dir wir dort verbringen sollten, neue Mitbewohner. Einige davon sahen wir nicht einmal, weil sie spät nach Hause kamen und schon vor uns das Bett und Zimmer wieder verließen. Von einer unserer Mitbewohnerinnen konnten wir sogar günstig etwas Camping-Equipment abkaufen. In meinen Augen hat sich diese Entscheidung also sehr gelohnt!


Fazit

Das Hostel an sich würde ich nur bedingt weiterempfehlen. Es ist eben ein richtiges Backpacker-Hostel! Das heißt: die Standards dort sind natürlich nicht unbedingt die gleichen wie in einem Hotel. Das Badezimmer wird geteilt (ich glaube allerdings das Zweibettzimmer evtl auch eigene Badezimmer haben). Es ist halbwegs sauber, aber nicht sauberer als es sein muss. In dem Gebäude herrscht allgemein ein etwas strenger, chemischer Geruch. Es ist laut (vor allem die Deckenventilatoren und Klimaanlagen in den Zimmern – jetzt weiß ich, dass ich definitiv auch neben einem startenden Helikopter schlafen könnte!). Viele wird das abschrecken – ich kenne es von Backpacker-Hostels aber auch meistens nicht anders. Und ich finde es okay. Die netten Menschen und die tolle Lage waren in meinen Augen die paar kleinen Defizite mehr als wert. Was ich damit einfach nur noch einmal verdeutlichen will: man sollte sich das einfach vorher überlegen, ob man damit klar kommt. Vielreisende wird das nicht abschrecken. Positiv war auch, dass sie morgens Pancake-Teig und frische Orangen bereitstellten, an denen man sich frei bedienen konnte. Nicht unbedingt selbstverständlich – vor allem in den USA.

Samesun Backpacker Hotel Venice Beach LA
Unser Hostel in der Außenansicht – ein Anblick zum Verlieben!

Ein Tag in Venice und Santa Monica!

Für den ersten Tag in Los Angeles war natürlich dann die Erkundung von Venice Beach und Santa Monica geplant.

Der ursprüngliche Plan war gewesen Fahrräder zu leihen, aber dann hatten wir doch mehr Lust die Strecke zu Fuß zu gehen. Auf dem belebten Boardwalk gibt es viel zu sehen und erleben.

Venice Beach - Muscle Beach - Kindertraining
Sport unter Palmen am Muscle Beach
Venice Beach Boardwalk
Das bunte Treiben auf dem Venice Beach Boardwalk

Interessant ist auch die Regel, dass zwar auf den Straßen Zigaretten geraucht werden dürfen, aber nicht auf dem Boardwalk. So kann man öfter beobachten wie Menschen an Hauswände gedrückt, hinter einer weißen Linie stehend, Zigaretten rauchen. Diese Linie gibt nämlich die Grenze an. Und mit hinter einer weißen Linie stehend meine ich, dass der Platz bis zur Hauswand manchmal nur 10 cm beträgt und sich da tatsächlich Leute dahinterdrängen. Und dann ist es eben legal. Irgendwie verrückt, aber auch amüsant.

Venice Beach - Strand

Venice Beach - Bay Watch
Klischee-Postkartenmotiv

You are perfect

Überraschend war es für uns, wie sehr sich Venice Beach und Santa Monica, trotz der Nähe zueinander, unterschieden. Venice Beach ist wunderschön, aber auch ein bisschen rau. Es hat Ecken und Kanten. Die vielen Schausteller und bunten Menschen sind schon etwas Besonderes, entweder liebt man das Treiben dort, oder man hasst es. Santa Monica ist eher die Postkartenversion davon. Es ist gleich viel sauberer, die Häuser sind hübsch anzusehen, alles wirkt ein wenig geordneter. Beides hat etwas für sich. Ich persönlich fand Venice Beach wesentlich interessanter.

Santa Monica - Wohnen
Wohngegend direkt am Beach in Santa Monica
Sweet Sidecar Dude
Sweet Sidecar Dude!

Der Santa Monica Pier, der so weltberühmt ist, war wie zu erwarten natürlich total überlaufen. Das fand ich persönlich etwas anstrengend. Es herrschte ein richtiges Gedränge dort. Allerdings sahen wir dort den ersten Seehund, was uns dafür sofort entschädigte.

Santa Monica Pier California
Das vielleicht bekannteste Riesenrad der Welt

Gegen Spätnachmittag ging es dann wieder zurück zu dem Strandabschnitt vor unserem Hostel, wo wir den Sonnenuntergang betrachten wollten.

Venice Beach Sonnenuntergang
Einfach perfekt!

Ein erfolgreicher erster Tag ging seinem Ende zu.


Mein Tipp für euch:

Schnappt euch ein Fahrrad oder geht wie wir zu Fuß, aber einmal von Venice bis nach Santa Monica den Boardwalk zu erkunden, sollte man auf keinen Fall auslassen. Es ist wirklich wunderschön, interessant und lustig. Wir haben uns dabei bewusst einen ganzen Tag Zeit gelassen, weil wir alles in Ruhe auf uns wirken lassen wollten. Ein paar Abstecher ins „Inland“ sollten auch nicht fehlen. Die Anwohner sind sehr offen, und mit manchen von ihnen haben wir uns teilweise bis zu einer Stunde unterhalten und viel Interessantes erfahren.

Man sollte aber einplanen, dass der Boardwalk zwischen 8 und 9 Uhr abends von der Polizei geschlossen wird. Alle Läden schließen, alle Schausteller und Künstler werden „verscheucht“. Und dann kehrt auch ganz schnell Ruhe ein und der Beachwalk gehört den Obdachlosen. Sollte man also eher der ängstliche Typ sein, möchte man das sicherlich vermeiden. Wir haben uns dort aber abends öfter auf die Straße gewagt und nicht einmal ansatzweise schlechte Erfahrungen gemacht.

Kostenlose Parkplätze sind in den Wohngebieten oft auch kein Problem (wir haben keine 5 Minuten von unserem Hostel entfernt geparkt). Es gibt auch viele teure Parkplätze, davon sollte man sich nicht irritieren lassen. Wichtig ist es die Schilder für die Straßenreinigung zu beachten, sonst wird es teuer (ca. 70 Dollar!).


Ihr plant auch eine Reise nach Los Angeles? Ich habe ein paar Linktipps für die Reiseplanung für euch zusammengetragen.

Bei Fragen und Anregungen würde ich mich über einen Kommentar freuen!


Faces of Venice from Jake Oleson on Vimeo.

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