Roadtrippin‘ America: Raus aus Los Angeles, rein in die Wüste! (Reisebericht)

USA Roadtrip Reisebericht Kalifornien Wüste

Reisebericht Teil 3

So viele schöne Erlebnisse – ein wenig traurig war ich schon, dass unsere Zeit in Los Angeles schon vorbei sein sollte. Gleichzeitig freute ich mich aber auch riesig darauf, endlich einen ersten Eindruck von der Wüste zu bekommen.

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Erst die „Arbeit“ – dann das Vergnügen!

Doch bevor es wirklich losgehen konnte, mussten wir noch etwas anderes erledigen: Campingzubehör kaufen! Unsere Koffer konnten natürlich nicht alles beherbergen, was man für drei Wochen in der amerikanischen Wildnis benötigt, also stand sozusagen ein Großeinkauf an. Selbstverständlich hatte wir vorher schon ausgiebig recherchiert was wir brauchen und wie viel es kosten wird.

Am einfachsten ist es bei Walmart einzukaufen. Man wird auf jeden Falle eine nah gelegene Filiale finden und man kann vorab im Internet schon alle Produkte ansehen (was die Planung sehr erleichtert).

Doch auch hier hat sich wieder gezeigt: selbst die beste Vorbereitung kann nicht vor Überraschungen schützen!

Wir steuerten selbstbewusst den ersten Walmart an, nur um festzustellen, dass sie gar nicht alles vorrätig hatten, was wir kaufen wollten. Also kauften wir einen Teil dort und einen anderen Teil in einer anderen Filiale.

Da es auch unser allererster Walmart-Besuch war und man es aus den Medien schon so gut kennt, schauten wir uns natürlich mehr als nur ausgiebig und neugierig um und sahen einige Klischees schon erfüllt. Dicke Menschen, die auf fahrbaren Einkaufswagen durch die Gänge surren. Eine Waffenabteilung. Jede erdenkliche Mahlzeit als Mikrowellengericht und unfassbar große Verpackungseinheiten.

Die ganze Aktion hatte uns wesentlich mehr Zeit gekostet als ursprünglich geplant. Wir dachten wir könnten schon am frühen Nachmittag aus Los Angeles aufbrechen – nach dem Einkauf hatten wir aber schon kurz vor Sonnenuntergang.

Trotzdem waren wir stolz und erleichtert als wir diesen Teil hinter uns gebracht hatten – immerhin sollte uns das neu erworbene Campingequipment die nächsten drei Wochen begleiten und uns eine schöne Reise sichern.

Aufbruch Richtung Wüste

Endlich konnte es also losgehen! Während unsere Zeit in Los Angeles waren wir noch „gut behütet“ im Hostel untergebracht gewesen – nun wartete das Abenteuer! Ich war sehr aufgeregt und gespannt.

Wir planten eine etwa dreistündige Fahrt bis in den Joshua Tree National Park ein und gingen davon aus ihn am selben Tag noch erreichen zu können. Da wir aber auch noch etwas essen mussten und auch wegen der ganzen anderen ungeplanten Verzögerungen, schafften wir es gerade einmal ein Stück aus Los Angeles heraus.

Ein bleibender Eindruck: Los Angeles ist riesig, riesig, riesig! Gefühlt hat es wirklich eine kleine Ewigkeit gedauert, bis die Häusersiedlungen weniger dicht wurden und der Verkehr ruhiger. Das hatte ich im Vorfeld auf jeden Fall nicht erwartet.

Mittlerweile war es schon sehr spät geworden. Einige Meilen hinter Los Angeles fanden wir tatsächlich einen Rastplatz und beschlossen anzuhalten. Wir waren beide schon lange auf den Beinen, es war stockfinster und wir waren einfach nur hundemüde. Wir verbrachten also unsere erste spontane Nacht im Auto. Bevor wir aber wirklich schlafen konnten, mussten wir erstmal alle unsere Sachen sortieren – die befanden sich noch in dutzenden Walmart-Tüten (Umweltschutz: negativ).

Rastplatz Wüste Roadtrip USA Kalifornien

Es gab auf dem Rastplatz sogar ein kleines Toilettenhäuschen, dass einigermaßen sauber war. Man kann also sagen, insgesamt war die Nacht auf diesem Rastplatz ziemlich angenehm. Auch unser Auto bestand den ersten Test als Schlafmobil hervorragend. Die Nacht war erholsam.

Schlafen Jeep Cherokee USA Roadtrip Urlaub

Am nächsten Morgen wurden wir mit diesem Anblick überrascht als wir unsere Augen öffneten.

Rastplatz Wüste Roadtrip USA Kalifornien

Wir frühstückten, wuschen uns und unterhielten uns noch eine Weile mit einem Amerikaner, der auf seiner Trike-Tour ebenfalls Rast machen wollte. Er schenkte uns noch zwei Lederarmbänder, über die wir uns sehr freuten.

Doch endlich – wenn auch mit einiger Verzögerung – konnte unser Abenteuer in der Wüste beginnen.

ENDLICH! WÜSTE!

Beim ersten Anblick kamen mir dann wirklich etwas die Tränen. Vor Freude! In diesem Moment wurde mir bewusst, dass dieser Roadtrip hervorragend werden würde. Wir hatten uns richtig entschieden. Ich war überwältigt.

Wüste Kalifornien Roadtrip USA Urlaub
Willkommen in der kalifornischen Wüste!

Wir machten noch einen Stopp an einer Tankstelle, schließlich ist es in der Wildnis ratsam den Tank immer so voll wie möglich zu halten. Und wieder überraschte uns die amerikanische Gastfreundschaft: Der Tankstellenbesitzer kam sofort auf uns zu und bemerkte schnell dass wir Touristen waren. Auch er fragte uns nach unseren weiteren Reiseplänen, gab uns Hilfestellung beim ersten Mal Tanken in Amerika, erzählte ein bisschen von sich selbst und seiner Tankstelle und begleitete uns sogar zum Bezahlen hinein in das kleine Tankstellenhäuschen (dort stand seine Frau hinter der Kasse). Doch als ob das nicht schon hilfsbereit genug gewesen wäre, eilte er zum Getränkespender und schenkte jedem von uns einen riesigen Becher (mindestens 1 Liter) Softdrink mit Eiswürfeln. Ja, richtig gelesen, SCHENKTE. Na, wem ist das schon in einer deutschen Tankstelle passiert? Wir waren ehrlich ein wenig von den Socken und bedankten uns vielleicht ein wenig zu oft. Und natürlich setzte er noch einen oben drauf: Er kopierte uns Karten und zeichnete die besten Wege zum Joshua Tree und anschließend nach Las Vegas ein –  eine weitere unglaublich nette Geste!

Nun war es auch nicht mehr weit bis zum Joshua Tree National Park. Doch davon will ich in meinem nächsten Bericht erzählen.

Dinge, die ich an diesem Tag gelernt habe

  • Die beste Planung kann daneben gehen
  • Nicht jeder Walmart hat alles vorrätig
  • Die (meisten) Amerikaner sind unglaublich nett und hilfsbereit
  • Los Angeles ist niemals endend
  • Die Wüste raubt den Atem (so schön!)
  • Im Jeep Cherokee kann man auch zu zweit ganz gut schlafen

Hat dir der Reisebericht gefallen? Hast du selbst schon einen Westküsten-Roadtrip gemacht und ähnliches erlebt? Oder planst du einen zu machen und hast noch Fragen? Ich freue mich über deinen Kommentar!

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